Europa für Niedersachsen

Projektmitarbeiter Karsten Uphoff im Gespräch mit Sarah Kuhlmann von der Stelle für Soziale Innovation

In unserer Interview-Reihe berichten uns Projektverantwortliche zu ihren Erfahrungen in ihren sozial-innovativen Projekten.

Sarah Kuhlmann: Herr Uphoff, was war die größte Herausforderung in ihrem Projekt?

Karsten Uphoff: Unser Projekt hat zwei unterschiedliche Schwerpunkte: Einen sozial-interaktiven und einen technischen. In beiden gab es individuelle Herausforderungen zu bewältigen.

Sarah Kuhlmann: Können Sie das weiter ausführen?

Karsten Uphoff: Gerne. Auf der einen Seite haben wir in unserem Projekt mit Menschen in              Einrichtungen und Organisationen zu tun. Von diesen mussten Entscheidungen getroffen              werden, die in direktem Zusammenhang zu unserem Projektverlauf stehen. Das war teilweise              nicht einfach, da dies sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen hat als ursprünglich              veranschlagt.

Sarah Kuhlmann: Das kann ich gut verstehen, denn wir kennen diese Problematik bereits aus anderen Projektverläufen. Oftmals müssen erst mehrere Entscheidungsebenen durchlaufen werden, die Strukturen sind hier starr und eine ad-hoc Abstimmung daher oftmals einfach nicht machbar.

Karsten Uphoff: Das ist eine Erfahrung, die wir auch machen mussten. Zudem ist viel              Überzeugungsarbeit für eine Innovation notwendig – die Tatsache also, dass Erfahrungen              fehlen und ein gewisses Risiko trotz sorgfältigster Planungen bleibt, schreckt viele erst einmal ab. Die zweite Herausforderung, die wir zu bewältigen hatten, war eine technische. Verschiedene Schnittstellen sollten extern programmiert und eine bestimmte Software eingesetzt werden, was sich leider nicht so wie geplant realisieren ließ. In der Konsequenz bedeutete dies mehr Eigenleistung für unser Haus und eine weitere zeitliche Verzögerung im Projektverlauf.

Sarah Kuhlmann: Wäre das auch etwas, das Sie zukünftigen Projekten als Tipp mit auf den Weg geben würden?

Karsten Uphoff: Ja, auf jeden Fall. Verzögerungen im Projektverlauf können immer vorkommen, daher ist es wichtig einen zeitlichen Puffer einzubauen und nicht vom besten Fall auszugehen.

Sarah Kuhlmann: Können Sie sagen, was oder wer ihnen bei der Erreichung ihrer Ziele besonders geholfen hat?

Karsten Uphoff: Das war definitiv die große Unterstützung in der Region. Sämtliche Akteure und auch die Kommune konnten von unserer Idee begeistert werden. Die politische Ebene hat uns den Rücken gestärkt und den Kontakt zu wichtigen Entscheidungsträgern vermittelt.

Sarah Kuhlmann: Auch das haben wir von anderen Projektträgern schon des Öfteren gehört. Es ist eine große Erleichterung und bringt viele Vorteile mit sich, wenn ein guter Kontakt in die Politik besteht, gerade auch wenn es um das Thema Verstetigung und Weiterfinanzierung geht. Inwieweit hat denn die Coronakrise ihre Planungen für die Umsetzung ihres Projekts verändert?

Karsten Uphoff: Wir sind natürlich elementar von der Krise betroffen, da es bei uns darum geht Mobilität in Bezug auf die Gesundheitseinrichtungen zu ermöglichen und Menschen          zusammenzubringen. Das steht im kompletten Gegensatz zu den Anforderungen an die Coronapandemie, denn politisch ging es ja um das Fernhalten von Menschen von den         Gesundheitseinrichtungen. Aber auch dieser Herausforderung haben wir uns gestellt.

Sarah Kuhlmann: Und auch erfolgreich bewältigt! Vielen Dank Herr Uphoff, dass Sie sich die Zeit genommen haben und weiterhin viel Erfolg bei der Erreichung ihrer Projektziele.

Karsten Uphoff: Vielen Dank auch an Sie und ihre begleitende Arbeit als Stelle für Soziale Innovation.

Weitere Infos: Projekt "Mopo gesund - Mobilitätsportal für das Gesundheitswesen"

20.12.2021