
(Grafik: CoCareLab)
Digitale Lösungen im Praxistest – Das innovative Konzept von CoCareLab
Nicht jede technische Innovation führt automatisch zu einer Verbesserung im Pflegealltag. Damit digitale Lösungen Pflegefachkräfte tatsächlich unterstützen, müssen sie vor ihrem Einsatz praxisnah getestet werden. Das Projekt „CoCareLab“ schafft dafür die notwendigen Rahmenbedingungen. Im Rahmen der Online-Projektvorstellung der Stelle für Soziale Innovation am 17. Juni 2026 gaben Falko Salbert und Nicole Ruppert aus dem Projektteam Einblicke in den aktuellen Projektstand und die bisherigen Erfahrungen.
Was ist „CoCareLab?“
Das Projekt der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften verfolgt das Ziel, digitale Innovationen für die stationäre Langzeitpflege unter realen Bedingungen zu erproben und wissenschaftlich zu begleiten. Pflegeeinrichtungen, Pflegefachkräfte, Unternehmen sowie Expert*innen aus Wissenschaft und IT arbeiten dabei eng zusammen, um digitale Lösungen bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen. Zum Zeitpunkt der Veranstaltung befindet sich das Projekt etwa auf halber Strecke seiner Laufzeit. Herr Salbert erläuterte zunächst den Ansatz eines sogenannten „Living Labs“, beziehungsweise Reallabors. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie digitale Produkte und technische Innovationen bereits vor ihrer Einführung in der Praxis unter realen Bedingungen erprobt werden können. Dafür werden sie gemeinsam mit den späteren Anwender:innen entwickelt, angepasst und wissenschaftlich begleitet.
Gleichzeitig erhalten Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte in Pflegeeinrichtungen zu erproben und wertvolle Rückmeldungen für die Weiterentwicklung zu erhalten. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung gaben die Referierenden einen Ausblick auf die nächsten Projektschritte. Dabei wurde deutlich, dass der Ansatz des CoCareLab auf großes Interesse stößt. Besonders hervorgehoben wurde der klare Fokus auf konkrete Problemlösungen für die Pflegepraxis. Digitalisierung wird hier nicht als Selbstzweck verstanden, sondern gezielt eingesetzt, um Pflegefachkräfte zu entlasten, die Versorgungsqualität zu verbessern und gleichzeitig wirtschaftliche Anforderungen zu berücksichtigen. Zum Abschluss der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dabei standen insbesondere die Finanzierung digitaler Lösungen sowie die Rolle von Pflegeeinrichtungen und Trägern bei deren Einführung im Mittelpunkt der Diskussion.
Wir danken Frau Ruppert und Herrn Salbert für die spannenden Einblicke und wünschen weiterhin viel Erfolg mit „CoCareLab!“
Kristina Andabak
Medien
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