
(Autoimmune Care Systems GmbH)
Digitale Begleitung zur strukturierten Versorgungsanbindung bei Hashimoto-Thyreoiditis
Müdigkeit, Herzrasen, Kälteattacken oder starke Gewichtsschwankungen; die Symptome sind mannigfaltig und oft vage, doch in Deutschland leben schätzungsweise 8 bis 10 Millionen Menschen mit Hashimoto-Thyreoiditis, einer chronische Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem fälschlicherweise die Schilddrüse angreift und zerstört. Diese hohe Zahl zeigt, wie relevant das Thema für die Gesundheitsversorgung ist.
Das neue Projekt „ThyVia“ (ehemals bekannt als „HashiBalance“) des Trägers Autoimmune Care Systems GmbH will sich diesem Problem nun annehmen und entwickelt im Rahmen des EU-Förderprogramms „Soziale Innovation“ eine digitale Gesundheitsanwendung, die Betroffenen dabei helfen soll, den eigenen Gesundheitszustand im Blick zu behalten. Das Projekt wird 2027 an den Start gehen. Bereits im Rahmen einer Erstvorstellung hat Nina Boog, Geschäftsführerin der Autoimmune Care Systems GmbH, das Projekt einem interessierten Fachpublikum präsentiert.
Mehr Überblick, mehr Selbstbestimmung
Dazu soll die App die Informationen, die Betroffene selbst einpflegen, verständlich aufbereiten und eine individuelle Unterstützung im Alltag ermöglichen. Langfristig soll die Anwendung als zertifiziertes Medizinprodukt zugelassen werden.
„ThyVia“ soll unter anderem Informationen zum Symptomverlauf, zur Medikation, zu den Laborwerten oder zu Befunden bündeln und aufbereiten, sodass es Betroffenen erleichtert wird, den Verlauf besser zu dokumentieren und im Blick zu behalten. Zudem stellt ThyVia alle 90 Tage einen Verlaufsbericht bereit, der von den Betroffenen mit in Arztgespräche genommen werden kann. Dadurch vereinfacht die Anwendung nicht nur die Dokumentation des Krankheitsverlaufs, sondern kann auch dazu beitragen, Betroffenen mehr Selbstwirksamkeit zu geben.
Wir danken Nina Boog, Geschäftsführerin Autoimmune Care Systems GmbH, für die spannenden Einblicke und wünschen ihnen für die Umsetzung des Projekts viel Erfolg.
Information zur neuen Veranstaltungsreihe „Erstvorstellung der neuen Projektideen“
Um die Projekte aus dem 5. und 6. Förderaufruf des EU-Förderprogramms „Soziale Innovation“ bei der Suche nach potenziellen Projektpartner*innen und Stakeholdern zu unterstützen, hat die beratende Stelle der Sozialen Innovation der freien Wohlfahrtspflege eine neue Online-Vorstellungsreihe gestartet. In dieser können sich die Projekte noch vor dem Vollantrag in einer Erstvorstellung präsentieren und ihr Projekt vorstellen.
Kristina Andabak
