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Neue Impulse setzen – Fachforum „Soziale Innovation für Niedersachsen“

18. Februar 2026

Eindrücke vom Fachforum "Soziale Innovation für Niedersachsen", Foto: Kristina Andabak

Eindrücke vom Fachforum "Soziale Innovation für Niedersachsen" (von links nach rechts: Imke Schmieta (LAG FW), Wiebke Krohn (UVN), Christoph Peters (DGB). Foto: Kristina Andabak

Neue Impulse setzen – Erfolgreiches Fachforum „Soziale Innovation für Niedersachsen“

Mit der Richtlinie „Soziale Innovation“ unterstützt das Land Niedersachsen die Entwicklung und Umsetzung neuer Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen. Gefördert werden Projektideen, die konkrete Verbesserungen schaffen und sich auf andere Organisationen oder Regionen übertragen lassen. Thematische Schwerpunkte sind die Daseinsvorsorge sowie die Arbeitswelt im Wandel – entscheidend ist dabei stets der innovative Charakter der Projekte.

Vor diesem Hintergrund kamen am 16. Februar 2026 in der Niedersächsischen Staatskanzlei in Hannover Vertreter*innen aus Wissenschaft, Gewerkschaften und Wirtschaft zum Fachforum „Soziale Innovation für Niedersachsen“ zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, das Potenzial sozialer Innovationen zu beleuchten und gemeinsam neue Lösungsansätze für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu diskutieren.

Neues Kapitel einer Erfolgsgeschichte

Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter sprach in ihrer Begrüßungsrede von einem „neuen Kapitel der Erfolgsgeschichte ‚Soziale Innovation‘” und betonte die Bedeutung starker Partnerschaften für die Gestaltung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Niedersachsen: “Seit 2015 bringen wir kluge Ideen auf den Weg, die aus den Bedürfnissen der Menschen in den Regionen entstehen und genau dort ihre innovative Wirkung entfalten. Gemeinsam mit unseren Sozialpartnern und den drei Stellen für Soziale Innovation bei DGB, Unternehmerverbänden und der Wohlfahrtspflege stärken wir Innovation und Zusammenhalt, fördern wirtschaftliche Stärke, Teilhabe und gleichwertige Lebensverhältnisse. Aus Niedersachsen und für Niedersachsen gestalten wir mit europäischen Fördermitteln Zukunft vor Ort.“

Drei Einblicke in die Praxis

Wie soziale Innovation konkret wirkt, zeigte eine Best-Practice-Runde der drei Stellen für Soziale Innovation der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, des Deutschen Gewerkschaftsbunde und der Unternehmerverbände Niedersachsen.

Naturgestützte Pflege neu gedacht
Imke Schmieta (LAG FW) stellte das Projekt „Initiative Pflegehof“ vor; Ein originelles Konzept, das Natur und Tiere nach dem Vorbild internationaler „Green Care Farms“ gezielt in den Pflegealltag integriert. Obwohl das Projekt noch bis Juni 2026 läuft, zeichnen sich schon jetzt positive Entwicklungen ab.

Entlastung durch Technologie
Christoph Peters (DGB) präsentierte das Projekt „EXOWEGE“, das den Einsatz von Exoskeletten in Pflege und Handwerk erprobt. Ziel ist es, Mitarbeitende körperlich zu entlasten und gleichzeitig die Attraktivität der Arbeitsplätze zu steigern. Ein erster Praxiseinsatz ist noch in diesem Jahr geplant.

Neue Wege der Berufsorientierung
Wiebke Krohn (UVN) stellte das Projekt „Freie Werkstatt“ vor, dass Berufsorientierung neu denkt. Durch einen kostenfreien Makerspace erhalten Jugendliche niedrigschwellige Zugänge zu praktischen Erfahrungen, während Betriebe, Kreative, Studierende und Start-ups ihre Infrastruktur bereitstellen und Praktikumsplätze anbieten. So sollen Zugangsbarrieren abgebaut und jungen Menschen neue Perspektiven eröffnet werden.

Die Runde zeigte: So unterschiedlich die Projekte sind, verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: innovative Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln und nachhaltige Verbesserungen anzustoßen.

Chancen nutzen – die Rolle von KI in der sozialen Innovation

Unter dem Leitgedanken „Technik braucht den Fokus auf den Menschen“ widmete sich das Fachforum auch den Chancen von Künstlicher Intelligenz und Robotik im sozialen Bereich. Welche Schnittstellen bestehen zwischen Technologie und sozialer Arbeit? Und wie kann KI dazu beitragen, tiefgreifende gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen?

In ihrer Keynote zeigte Prof. Dr. Sabine Remdisch, Universitätsprofessorin für Personal- und Organisationspsychologie sowie Leiterin des Instituts für Performance Management an der Leuphana Universität Lüneburg, zentrale Erfolgsfaktoren sozialer Innovation auf. Dazu zählen insbesondere eine klare Problemorientierung, konsequente Nutzerorientierung sowie partizipative Sicherheitskonzepte. Zudem wurde deutlich, dass Technologien wie KI und Robotik zunehmend als Motor sozialer Innovation wirken können – etwa durch digitale Lernplattformen für individualisierte Bildungsangebote oder KI-gestützte Assistenzsysteme in der Pflege.

„Gestalten statt verwalten“

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, wie wichtig Mut zur Veränderung für erfolgreiche soziale Innovation ist.

Rifat Fersahoglu-Weber, stellvertretender Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege, betonte: „Soziale Innovation entsteht dort, wo wir den Mut haben, eingefahrene Strukturen zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. Gerade in Zeiten knapper Kassen dürfen wir nicht nur verwalten, sondern müssen gestalten.“

Auch Dr. Ernesto Harder, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Niedersachsen, unterstrich die Bedeutung sozialer Innovationen für die Arbeitswelt: „Soziale Innovationen sind ein entscheidender Schlüssel, damit Beschäftigte im technologischen Wandel mitgenommen werden. […] Sie machen aus guten Ideen konkrete Verbesserungen im Arbeitsalltag und tragen erfolgreiche Modelle in die Fläche.“

Die Zukunft sozialer Innovation weiterdenken

Das Fachforum zeigte klar, welches Potenzial in der Förderung sozial-innovativer Projekte liegt. Entscheidend bleibt, erfolgreiche Ansätze sichtbar zu machen, weiterzuentwickeln und neue Akteur*innen für innovative Ideen zu gewinnen.

 

Kristina Andabak

Medien

Download
Pressemitteilung der Presse- und Informationsstelle der Niedersächsischen Landesregierung, Niedersächsische Staatskanzlei (PDF)

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