
(Robokind Stiftung)
Erstvorstellung des Projekts "ZEMENA"
„Ergänzen statt Ersetzen“ – Wie Künstliche Intelligenz für Menschen mit Einschränkungen zu einer echten Bereicherung werden kann, zeigt das neue Projekt „ZEMENA“ der Robokind Stiftung aus Hannover. Im Rahmen des EU-Förderprogramms „Soziale Innovation“ soll das Projekt im Februar 2027 an den Start gehen.
Erste Einblicke in das Vorhaben gab es bereits bei der monatlichen Projektvorstellung der Stelle für Soziale Innovation der LAG FW. Am 01.09.2026 stellten Leif Griga und Lukas Eich von der Robokind Stiftung dort das Projekt „ZEMENA“ erstmals vor und gaben einen Einblick in die geplanten Inhalte und Ziele.
Über das Projekt
Die Idee für das Projekt entstand aus der Frage, wie Robotik und Künstliche Intelligenz gezielt eingesetzt werden können, um Menschen im Alltag zu unterstützen und sie bei ihren Aufgaben zu entlasten.
Ziel ist es, Menschen für die Themen KI und Robotik zu sensibilisieren, Berührungsängste und Vorurteile abzubauen und so die digitale Entwicklung aktiv voranzutreiben. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Ersetzung des Menschen, sondern seine Unterstützung – ganz nach dem Prinzip: „Nicht ersetzen, sondern ergänzen.“
Genau dafür soll es ZEMENA geben …
Jeder zehnte Mensch in Deutschland im Laufe seines Lebens eine Schwerbehinderung bekommen. In den rund 400 Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) stehen die Beschäftigten vor immer größeren Herausforderungen.
Der digitale Wandel und die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz machen auch vor dem Arbeitsmarkt nicht Halt: Immer mehr einfache, monotone Aufgaben fallen weg. Was für die einen ein Segen sein kann, kann für Menschen mit Beeinträchtigungen jedoch zum Problem werden. Doch da KI aus unserer Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken ist, braucht es kein „Denken dagegen“, sondern „Denken damit“: Die Arbeit des Menschen wird komplexer – und damit entstehen auch Chancen, Menschen mit Behinderungen komplexere und anspruchsvollere Tätigkeiten zuzutrauen und zu ermöglichen.
Das Problem: Der Unterstützungsbedarf in WfbM wächst stetig, gleichzeitig gibt es nicht genügend Assistenzsysteme, die die notwendige Unterstützung leisten, ohne den Menschen grundlegend zu ersetzen.
„ZEMENA“ will hier als neues KI-Assistenzsystem ansetzen und eine innovative Technologie zur Unterstützung von Menschen mit Einschränkungen anbieten. Dadurch soll insbesondere für Menschen mit Behinderungen ein konkreter Mehrwert entstehen. Sie sollen durch den KI-Assistenten mehr Selbstständigkeit erlangen, ohne dabei einer Leistungsüberwachung ausgesetzt zu sein.
Zudem soll das System auch als Open-Source-Lösung angeboten werden. Dadurch soll das System flexibel und kostengünstig einsetzbar sein und möglichst vielen Menschen und Einrichtungen einen niedrigschwelligen Zugang zu der Technologie ermöglichen.
Wir danken Leif Griga und Lukas Eich von der Robokind Stiftung für die spannenden Einblicke und wünschen ihnen für die Umsetzung des Projekts viel Erfolg.
Information zur neuen Veranstaltungsreihe „Erstvorstellung der neuen Projektideen“
Um die Projekte aus dem 5. und 6. Förderaufruf des EU-Förderprogramms „Soziale Innovation“ bei der Suche nach potenziellen Projektpartner*innen und Stakeholdern zu unterstützen, hat die beratende Stelle der Sozialen Innovation der freien Wohlfahrtspflege eine neue Online-Vorstellungsreihe gestartet. In dieser können sich die Projekte noch vor dem Vollantrag in einer Erstvorstellung präsentieren und ihr Projekt vorstellen.
Am 08.09. stellt sich das Projekt „HashiBalance – Digitale Begleitung für Menschen mit Hashimoto“ des Trägers HashiBalance vor. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Kristina Andabak
Medien
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